Ausflug nach Postojna und Lipica:

Die Höhle von Postojna - auch bekannt unter dem Namen Adelsberger Grotten - ist seit über 165 Jahren zugänglich. Sie liegt 90 m unter der Erde und ihre verzweigten Gänge sind bisher auf eine Länge von etwa 23 km erforscht. Unabhängig von der Jahreszeit herrscht im Innern der Höhle eine konstante Temperatur von acht Grad Celsius. Sie gilt als eine der größten Höhlen Europas.Die Entstehung der Höhle ist nur im Zusammenhang mit dem europäischen Karstphänomen zu verstehen. Das Regenwasser und auch ganze Flüsse versickern durch Spalten und Risse des Kalksteins und gelangen in die Tiefe. An einer stauenden Schicht fließt das Wasser in horizontaler Richtung weiter. In langen Zeiträumen werden durch Erosion Gänge und Tunnel geschaffen. Durch die im Wasser vorhandene Kohlensäure wird der Kalkstein aufgelöst. In den unterirdischen Räumen entstehen durch Auskristallisieren Tropfsteine. Stalaktiten wachsen von der Decke herab und Stalagmiten entehen von unten nach oben. Am Eingang besteht die Möglichkeit, sich einen wärmenden Umhang gegen Gebühr auszuleihen. Dann fahren Sie etwa 2 km mit einer Grottenbahn in die Höhle hinein und bekommen detaillierte Erklärungen in deutscher Sprache. Danach beginnt als Höhepunkt der knapp einstündige Rundgang durch die eigenartige, bizarre Höhlenwelt. Sie kommen vorbei an versinterten, mit Kalzitkristallen durchsetzten Wänden, durch Räume mit ganzen Tropfsteingewölben und steinernen, faltenreichen Vorhängen. überall tauchen phantasieanregende Bildungen auf. Durch Strahler ist alles in unterschiedliches Licht getaucht. Nach den Gängen kommt man immer wieder in große Räume, die z. B. "Großer Dom", "Gotischer Saal" oder "Tanzsaal" genannt werden. In einem Becken bekommen Sie auch eine zoologische Besonderheit zu sehen, den Grottenolm.
Der zweite Teil des Ausflugs führt ins nahegelegene Lipica. Seit über 400 Jahren werden in dem hügeligen, baumreichen Gebiet Pferde gezüchtet. Die weißen Lipizzanerpferde sind Warmblüter und entstanden aus einer Kreuzung von Arabern, Berbern, Andalusiern und Neapolitanern. Sie sind besonders geeignet als Reit- und Dressurpferde. Im kaiserlichen Wien begründeten sie den Ruf der Wiener Reitschule. Bis 1918 gehörte das Gestüt zu österreich-Ungarn, später zu Italien und ist heute in slowenischem Besitz. Die heutigen Lipizzaner in Wien kommen aus einem Ableger des Gestüts in der Steiermark. Sie besichtigen die Stallungen und bekommen in der großen Reithalle ein Vorführung der Hohen Schule geboten.